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Geboren am 23.03.1944 in Helmond NL
Sein Vater fiel 6 Wochen nach seiner Geburt am 06.05.1944 in Russland.
Er wächst im Nachkriegsdeutschland auf, die Welt um ihn herum ist kaputt. Mit 3 Jahren läuft er das erste mal von zu Hause weg.
Es folgt eine schwierige Kindheit. Probleme zu Hause und Probleme in der Schule führen dazu, dass er mit 12 schon mehrer Wochen auf der Strasse lebt. Als er bei einem Einbruch ertappt wird, kommt er in ein Jugendasyl, wo seine "Ausbildung" beginnt.
Mit 15 kommt er das erste mal ins Gefängnis für Räuberische Erpressung. Mit 17 trampt er nach Sidi-bel-abbes-algerie um der Fremdenlegion beizutreten. Da er aber noch nicht volljährig ist, wird er wieder nach Hause geschickt.
Mit 18 die bewusste Entscheidung Berufsverbrecher zu werden. Karriere des Holländer-Jo beginnt. Diese endet mit einem langjährigen Gefängnisaufenthalt für versuchten Mord an einem Polizeibeamten.
27. Juni 1974 dann die Wende. Jo bekehrt sich im Gefängnis. Sein neues Leben beginnt.
(Auszug aus dem Buch Halleluja Jo)
Ganovenlehre
Nach der Konfirmation kam die übliche Frage: Was willst du werden? „Das ist mir ganz egal“ habe ich meiner Mutter geantwortet. Mit der Schule war Schluss weil ich durch die Aufnahmeprüfung einer weiterführenden Schule geflogen war. Also musste mir meine Mutter eine Lehrstelle besorgen. Ich bekam auch gleich eine in Wuppertal, als Orgelbauer.
Die Sache hat mir Spaß gemacht, aber trotzdem dauerte die Lehre nur fünf Monate. Mit dem Meister hatte ich keine Schwierigkeiten, ich bin auch jeden Tag hingegangen, weil ich dort gerne arbeitete. Aber dann hat mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich musste viel mit Paraffinöl umgehen und wie sich herausstellte war ich dagegen allergisch. Da war es aus mit der Orgelbauerlehre. Danach sollte ich Schlosser werden, aber dazu hatte ich dann längst keine Lust mehr. Und zu Hause klappte es auch nicht. Ich verdiente 35 DM pro Monat, damals viel Geld. Aber ich musste bis auf 8 Mark zu Hause alles abgeben. Und von den 8 Mark musste ich meiner Mutter auch noch für 2 Mark Blumen kaufen, sonst hätte ich von meine Geld gar nicht bekommen. Das empfand ich als völlig ungerecht, zumal mein Bruder nichts abgeben musste. Auf jeden Fall fühlte ich mich übers Ohr gehauen.
Nach einiger Zeit des Herumlungerns kam meine Mutter auf mich zu und sagte: „Du Joachim, ich habe da mit einer Frau vom Jugendamt gesprochen. Und die meint sie hätte da eine Stelle für dich in einem Erziehungsheim ganz in der Nähe. Da kannst du am Wochenende immer nach Hause kommen. Du kannst da auch was lernen, die haben Lehrstellen und alles. Und ich denke das ist das beste für dich.“ „Okay, einverstanden“, habe ich gesagt, „wenn ich Samstags und Sonntags heim darf, dann gut, dann will ich das machen.“ ...

